PC-/Video-Spiele gestalten die Zukunft des Fernsehens
PC-/Video-Spiele und TV wachsen zusammen. Starke Einflüsse auf TV, Film, Merchandizing.Auch für 2008 werden starke Zuwächse für die hierfür produzierenden Branchen erwartet. Ein langsamer Wechsel von PC-Spielen hin zu Konsolen-Spielen bereitet den Sprung zum TV vor - Fernsehanstalten und Film-Produktionen müssen sich den Veränderungen bald anpassen.
Sie spielen keine Videospiele? Das kann sich bald ändern. Vielleicht unmerklich für Sie wird auch Ihr Fernsehangebot zunehmend interaktiver. Noch findet diese Interaktion nur im Internet und am Telefon statt - in einigen Jahren werden Sie mit ihrem Fernseher jedoch auch direkt bei "Wetten Dass" in der Saalwette mitmachen oder bei "DSDS" und "Wer wird Millionär?" aktiv interagieren können.
PC-/Video-Spiele und TV wachsen zusammen. Nach den hervorragenden Steigerungszahlen für den Bereich der PC- und Video-Spiele für 2007 (NPD Market Research - www.npd.com) sind auch für die 2008er Zahlen weitere Steigerungen zu erwarten. Es findet allerdings allmählich eine Verschiebung statt von den PC-Spielen hin zu Konsolen-Spielen.
Auf der anderen Seite steht das TV-Angebot der privaten und öffentlichen Sendeanstalten. Es wird sich sukzessive ins Internet ausweiten.
Fernsehanstalten und -Produktionen sind technologisch gefordert und unter Wandlungsdruck. Diese Änderung betrifft auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, deren Angebote in der Digitalisierung gleichziehen. Gutes Beispiel hierfür ist im Ausland die britische BBC, die bereits umfassend Produktionen in guter Qualität ins Internet transportiert.
Hersteller von TV-Geräten und Unterhaltungssets (wie auch von Mobile Sets) tragen diesem Trend Rechnung und öffnen ihre Geräte für den Internetanschluss.
Perspektive und Prognose: Das klassische TV-Angebot des passiven Zuschauens wird nahezu verschwinden. Zuschauer werden zu Teilnehmern, sie bestimmen den Verlauf von Shows (Game, Gala, Talk), Spielfilmen oder Serien.
Die Lücke zum Video-Spiel schließt sich.
Auch Kinos werden sich dieser Entwicklung anpassen und zu Entertainment-Centern werden - hier wird sich jedoch das klassische Film-Erlebnis noch länger halten und nur ergänzt werden durch weitere Sinneseindrücke. Dafür sind die zum Film passend publizierten "DVD-Versionen" (Medium: Download, Network, DVD, USB-Stick, etc.) bald komplett interaktiv und erhalten mehr und mehr Spielcharakter.
Das ehemalige Homevideo zum Kinofilm wird nun Game-Video zum Film. Und in ein paar Jahren wird der Film direkt online auf dem heimischen TV-Gerät nachgespielt oder nacherlebt.
Fazit: Für die Video-Spiel-Industrie wie auch die Hersteller von passenden Geräten sind weiterhin starke Zuwachsraten zu erwarten. Die TV-Sender, TV- und Kinofilm-Produktionen erleben einen starken Wandlungsdruck. Auch der wirtschaftliche Druck auf die Teilnehmer wird stärker, und es wird zu spektakulären Firmen-Zusammenschlüssen wie auch -Schließungen nebst Entlassungen kommen. Kleine unabhängige Unternehmen profitieren vom Wandel durch die ihnen eigene hohe Flexibiltät.

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