Sozialer Medienwandel - Trend zu Gruppen-Werten und neue rechtliche Fragen
Global wachsender Trend zu Gruppen-Werten beeinflusst Kommunikation von Unternehmen zu ihren Zielgruppen.
Sozial isolierte Aktivitäten gegen Mitglieder der allgemeinen Gruppe "Internet-Nutzer" können zum PR-Schaden führen - durch die schnelle Gruppen-Kommunikation über die Sozialen Medien.
Aktuellstes Beispiel: Outdoor-Ausrüster "Jack Wolfskin" befindet sich in der Kommunikations-Klemme.
Unternehmen müssen heutzutage berücksichtigen, dass sie sich im Rahmen der unternehmerischen Kommunikation und Darstellung im Internet mit ihren Käufern auf annähernd die gleiche Kommunikationsebene begeben.
Das Positive an dieser sozialen Verbindung im Marketing: Das Unternehmen erhält unmittelbares Feedback seiner Kunden und potentiellen Käufer. Wenn sich das Unternehmen jedoch gegenüber der potentiellen Kunden- und Käufer-Gruppe als un-sozial zeigt, erhält es ebenso schnell das dementsprechende Feedback: Die soziale Gruppe solidarisiert sich gegen das sich nicht sozial benehmende Unternehmen.
Wie das Beispiel "JAKO AG vs Blogger" zeigte, können alt-herkömmliche Unternehmensreaktionen (Kritik-Verweigerung bis hin zur Abmahnung) auf kritische Äußerungen von Einzelpersonen und potentiellen Käufern die Unternehmens-Marken heute wesentlich stärker schädigen als vor z.B. 5 Jahren. (-> Streisand-Effekt: "Der Versuch, bestimmte Informationen zu entfernen, kann dazu führen, dass diese noch stärker verbreitet werden. ")
Viele Unternehmen befinden sich nicht nur in der PR-Klemme sondern auch in der rechtlichen:
Das deutsche Markenrecht gebietet vereinfacht gesagt dem Inhaber einer Marke, sich auch um die Wahrung der Markenrechte zu kümmern, um diese nicht verfallen zu lassen. Folglich muss das Unternehmen bei Ähnlichkeiten anderer Marken zu der eigenen aktiv werden, um die fremde "Markennutzung" zu blockieren. Wir sind keine Juristen, doch es bleibt zu vermuten, dass ein einfacher und somit gruppendynamisch freundlicher aufgenommener Hinweis per anwaltlichem Schreiben ohne beigefügte kostenpflichtige Abmahnung kein derart großes soziales Echo hervorrufen würde - und doch auch rechtlich machbar sein sollte. Viele Unternehmen dürften hier jedoch vorsichthalber den rechtlicher als sicherer erscheinenden Weg wählen und die Abmahnung wählen - mit den im nachhinein bekannten Folgen.
Aktuelle Studien zeigen, dass bis zu ca. 70% der deutschen Unternehmen die gruppendynamischen Effekte einer aktiven Marketing-Präsenz im Internet weit unterschätzen. Ebenenfalls scheint die Rechtsprechung nicht rundumauf schnell rückkoppelnde soziale Effekte via Social Media angepasst zu sein.
Es ist daher zu erwarten, dass das Anwachsen gruppendynamischer Aspekte in Marketing und Unternehmenskommunikation über die Kanäle der Social Media hier Änderungen nicht nur bei Unternehmen sondern auch in mancher Rechtsprechung bewirken wird.
Sozial isolierte Aktivitäten gegen Mitglieder der allgemeinen Gruppe "Internet-Nutzer" können zum PR-Schaden führen - durch die schnelle Gruppen-Kommunikation über die Sozialen Medien.
Aktuellstes Beispiel: Outdoor-Ausrüster "Jack Wolfskin" befindet sich in der Kommunikations-Klemme.
Unternehmen müssen heutzutage berücksichtigen, dass sie sich im Rahmen der unternehmerischen Kommunikation und Darstellung im Internet mit ihren Käufern auf annähernd die gleiche Kommunikationsebene begeben.
Das Positive an dieser sozialen Verbindung im Marketing: Das Unternehmen erhält unmittelbares Feedback seiner Kunden und potentiellen Käufer. Wenn sich das Unternehmen jedoch gegenüber der potentiellen Kunden- und Käufer-Gruppe als un-sozial zeigt, erhält es ebenso schnell das dementsprechende Feedback: Die soziale Gruppe solidarisiert sich gegen das sich nicht sozial benehmende Unternehmen.
Wie das Beispiel "JAKO AG vs Blogger" zeigte, können alt-herkömmliche Unternehmensreaktionen (Kritik-Verweigerung bis hin zur Abmahnung) auf kritische Äußerungen von Einzelpersonen und potentiellen Käufern die Unternehmens-Marken heute wesentlich stärker schädigen als vor z.B. 5 Jahren. (-> Streisand-Effekt: "Der Versuch, bestimmte Informationen zu entfernen, kann dazu führen, dass diese noch stärker verbreitet werden. ")
Bericht auf netzpolitik.org
Wikipedia-Eintrag:
Jack Wolfskin: Unternehmensverantwortung
Presse und Berichte zu Jack-Wolfskin:
taz.de
Bild.de
BI Nordheide
Stiftung Warentest
Aktuelles Beispiel: Outdoor-Bekleidungshersteller und -Ausstatter Jack Wolfskin mahnt zwei Mitglieder einer Handarbeitscommunity (dawanda.com) wegen Verwendung einer dem Jack-Wolfskin-Logo ähnelnden Tierpfoten-Abbildung ab und erfährt nun durch die mit dieser Aktion erst gesteigerte Öffentlichkeits-Aufmerksamkeit einige Negativ-PR. Diese bewirkt sogar, dass längst vergessen geglaubte ältere strittige Aktivitäten des Unternehmens wieder diskutiert werden.Wikipedia-Eintrag:
Jack Wolfskin: Unternehmensverantwortung
Presse und Berichte zu Jack-Wolfskin:
taz.de
Bild.de
BI Nordheide
Stiftung Warentest
Viele Unternehmen befinden sich nicht nur in der PR-Klemme sondern auch in der rechtlichen:
Das deutsche Markenrecht gebietet vereinfacht gesagt dem Inhaber einer Marke, sich auch um die Wahrung der Markenrechte zu kümmern, um diese nicht verfallen zu lassen. Folglich muss das Unternehmen bei Ähnlichkeiten anderer Marken zu der eigenen aktiv werden, um die fremde "Markennutzung" zu blockieren. Wir sind keine Juristen, doch es bleibt zu vermuten, dass ein einfacher und somit gruppendynamisch freundlicher aufgenommener Hinweis per anwaltlichem Schreiben ohne beigefügte kostenpflichtige Abmahnung kein derart großes soziales Echo hervorrufen würde - und doch auch rechtlich machbar sein sollte. Viele Unternehmen dürften hier jedoch vorsichthalber den rechtlicher als sicherer erscheinenden Weg wählen und die Abmahnung wählen - mit den im nachhinein bekannten Folgen.
Aktuelle Studien zeigen, dass bis zu ca. 70% der deutschen Unternehmen die gruppendynamischen Effekte einer aktiven Marketing-Präsenz im Internet weit unterschätzen. Ebenenfalls scheint die Rechtsprechung nicht rundumauf schnell rückkoppelnde soziale Effekte via Social Media angepasst zu sein.
Es ist daher zu erwarten, dass das Anwachsen gruppendynamischer Aspekte in Marketing und Unternehmenskommunikation über die Kanäle der Social Media hier Änderungen nicht nur bei Unternehmen sondern auch in mancher Rechtsprechung bewirken wird.

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